Das Gesundheitszeugnis beim Hausarzt? Wichtige Infos & Ihre Online-Belehrung
Die kurze Antwort
Sie benötigen dringend ein Gesundheitszeugnis für Ihre Arbeit im Lebensmittelbereich oder einer anderen sensiblen Tätigkeit und überlegen, ob Ihr Hausarzt der richtige Ansprechpartner ist? Die Frage "Kann mein Hausarzt ein Gesundheitszeugnis ausstellen?" ist weit verbreitet, doch die Antwort ist oft überraschend.
Wir klären auf, welche Dokumente Sie wirklich benötigen, warum der Hausarzt in den meisten Fällen nicht zuständig ist und wie Sie Ihre Infektionsschutzbelehrung nach § 43 IfSG schnell und vollständig online erhalten können.
Was ist das Gesundheitszeugnis und wer stellt es aus
Das sogenannte Gesundheitszeugnis ist rechtlich korrekt eine Belehrung nach § 43 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG). Es ist ein essenzieller Nachweis, wenn Sie beruflich in Bereichen tätig sind, in denen Sie potenziell Infektionserreger übertragen könnten - insbesondere:
- Im Umgang mit Lebensmitteln (z.B. Gastronomie, Lebensmittelherstellung, Verkauf)
- In Gemeinschaftseinrichtungen mit menschlichem Kontakt (z.B. Kitas, Pflegeeinrichtungen - hier liegt die primäre Zuständigkeit oft beim Gesundheitsamt oder speziellen Ärzt*innen, die IfSG-Belehrungen durchführen dürfen).
Es bestätigt, dass Sie über die notwendigen Hygienestandards sowie über die Tätigkeits- und Beschäftigungsverbote nach dem Infektionsschutzgesetz belehrt und informiert wurden.
Ihr Hausarzt: Leider nicht zuständig für die IfSG-Belehrung
Hier kommt die entscheidende Information: Ihr Hausarzt darf in der Regel kein Gesundheitszeugnis nach § 43 IfSG ausstellen.
Die gesetzlich vorgeschriebene Belehrung, die für das offizielle Gesundheitszeugnis notwendig ist, darf ausschließlich von folgenden Stellen durchgeführt werden:
- Das zuständige Gesundheitsamt: Welche Wege es anbietet - online, vor Ort oder mit Termin - unterscheidet sich je nach Amt.
- Eine vom Gesundheitsamt beauftragte Ärztin: Sie verantwortet die Belehrung, bei ON7 vollständig online.
Ihr Hausarzt kann Ihnen zwar ein allgemeines Gesundheitsattest oder eine ärztliche Bescheinigung über Ihren Gesundheitszustand ausstellen. Dieses Dokument ersetzt jedoch nicht die Belehrung nach § 43 IfSG.
Kostenvergleich: Hausarzt vs. Gesundheitsamt vs. Online-Anbieter
Die Kosten für ein Gesundheitszeugnis variieren.
- Hausarzt (einfaches Attest): Für ein "einfaches Attest" zur allgemeinen Gesundheitsbestätigung fallen meist geringe Kosten zwischen 10 und 30 Euro an. Bedenken Sie aber: Dieses Attest ist nicht das gesuchte IfSG-Zeugnis!
- Gesundheitsamt oder Online-Anbieter: Die Gebühren für das Gesundheitszeugnis nach § 43 IfSG liegen je nach Amt bei 12,50 bis 38 Euro. Bei uns sind im Preis der gesamte Online-Prozess und die sofortige Ausstellung des Zeugnisses als PDF bereits inklusive. Nach ordnungsgemäßer Belehrung ist das Zeugnis bundesweit als Nachweis verwendbar.
Fazit: Belehrung nach § 43 IfSG statt Attest vom Hausarzt
Verlassen Sie sich nicht auf allgemeine Atteste vom Hausarzt, wenn ein offizielles Gesundheitszeugnis nach § 43 IfSG gefordert wird. Den benötigten Nachweis für den Lebensmittelbereich und andere sensible Tätigkeiten erhalten Sie nach einer Belehrung durch das Gesundheitsamt oder eine vom Gesundheitsamt beauftragte Ärztin, auch vollständig online. Nach ordnungsgemäßer Belehrung ist die Bescheinigung bundesweit als Nachweis verwendbar.
Quellen und rechtliche Grundlagen
- § 43 IfSG - Belehrung, Bescheinigung des Gesundheitsamtes - Gesetzestext zur Erstbelehrung und Bescheinigung für Tätigkeiten im Lebensmittelbereich (gesetze-im-internet.de).
- Infektionsschutzgesetz (IfSG) - Inhaltsverzeichnis - Vollständiger Gesetzestext des Infektionsschutzgesetzes beim Bundesamt für Justiz (gesetze-im-internet.de).
- BMG - Fragen und Antworten zum Infektionsschutzgesetz - FAQ des Bundesministeriums für Gesundheit zum Infektionsschutzgesetz.
Zuletzt aktualisiert am 21.10.2026